WISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNGSPROJEKTE DER ABTEILUNG
GEOLOGIE


Überlieferungspotential und progressive Skelettveränderung karbonatischer Organismenreste durch    Überlagerungsdiagenese

Prof. Dr. Thomas Brachert

Prof. Dr. W.-Chr. Dullo, 
IFM-GEOMAR, Kiel


Nationale Zusammenarbeit

Prof. Dr. G. Bormann
IFM-GEOMAR Kiel

Prof. Dr. R. Henrich
Universität Bremen

Internationale Zusammenarbeit

Prof. Dr. P. Swart
Rosenstiel School of Marine and Atmospheric Science, Miami, USA

Prof. Dr. J. A. McKenzie
ETH Zürich, Schweiz

Prof. Dr. P. Davies
University of Sydney, Australien

Projektförderung

Deutsche Forschungsgemeinschaft. Abgeschlossen.


Hintergrund

Das Fossilisationspotential mariner Invertebraten wird nicht nur durch bei der Einbettung wirksame Umweltfaktoren bestimmt, sondern wird sehr wesentlich auch von der Sedimenta-tionsrate, der Art des einbettenden Sediments und der Ablagerungstiefe determiniert. Diese Schlussfolgerungen ergeben sich aus Untersuchungen an der "anonymen" Feinfraktion pelagischer und plattformnaher Sedimente (DIX & MULLINS 1988). Nie wurde jedoch der Frage nachgegangen, wie sich die Zusammensetzung einer Fauna durch Überlagerungs-diagenese verändert und welche Muster diagenetischer Strukturveränderung an den instabi-len karbonatischen Organismenhartteilen dabei auftreten. Besonderes Augenmerk soll in diesem Zusammenhang auch der diagenetischen Änderungsrate und der primären Sedi-mentzusammensetzung (Karbonatphasen, Tongehalt) zukommen. Die Untersuchungen sollen an ODP-Kernmaterial (Leg 133; neritische und pelagische Sedimente) erfolgen, das teils von einem der Antragsteller bereits geborgen wurde.



Bohrpunkte Barriereriff, Westaustralien

Abbildung 1: Lage der Bohrpunkte vor dem Großen Barriere-Riff, NE-Australien.




Häufigekeit aragonitischer Sedimentpartikel

Abbildung 2: Häufigkeitsänderung aragonitischer Sedimentpartikel mit der Bohrtiefe. NE-Australien. Aus Brachert & Dullo (2001) Sediment. Geol.